Sechs Nachwuchsruderer des SRC machten sich auf eine 100 Kiloemter lange Wanderruderfahrt entlang der schönen Eider zwischen Rendsburg und Friedrichstadt.
Sechs Nachwuchsruderer des SRC machten sich auf eine 100 Kiloemter lange Wanderruderfahrt entlang der schönen Eider zwischen Rendsburg und Friedrichstadt.

Entspannte Wanderfahrt der Jugend

100 km in drei Etappen auf der Eider von Rendsburg nach Friedrichstadt

Spaß gehört zum Wanderrudern dazu - wie hier auf der Eider zwischen Rendsburg und Friedrichstadt. Fotos (2): SRC
Spaß gehört zum Wanderrudern dazu - wie hier auf der Eider zwischen Rendsburg und Friedrichstadt. Fotos (2): SRC

Nordfriesland/Bad Segeberg - Nach einem Jahr Pause ging es dieses Jahr wieder für die Ruderjugend des SRC auf eine Wanderfahrt. Nachdem es vor zwei Jahren auf dem 60 km langen Elbe-Lübeck-Kanal zu einer Havarie kam, verlief die diesjährige Wanderfahrt wesentlich entspannter. Auf der knapp 100 km langen Strecke ging es in drei Etappen von Rendsburg über die Eider bis nach Friedrichstadt.

 

Am ersten Tag zeigte sich die Eider für die beiden gesteuerten Zweier von seiner schönsten Seite. Der anfänglich schmale Fluss vorbei an noblen Immobilien wurde schnell breiter und verlief nicht mehr durch Wälder, sondern über offene Felder. Bereits nach Einmündung des Giselau-Kanals, kurz vor Ende der ersten Etappe in Lexfähre, wurde die Eider sichtbar breiter.


Auch in der ersten Nacht auf dem Campingplatz zeigte sich das Wetter gnädig, wenngleich das kulinarische Angebot des einzigen Lieferdienstes im Umkreis nur niedrigen Ansprüchen genügen konnte. Nicht nur der abendliche Rundgang um den Campingplatz und das Schleusengelände zeigte die ländliche Lage des Eiderverlaufes. So lag auch auf der zweiten Etappe keine größere Ortschaft, wodurch unsere beiden Boote nur auf sehr wenig Verkehr stießen. Der bereits am ersten Tag deutlich breiter werdende Fluss veränderte sich weiter stark und wandelte sich fast hinter jeder Kurve.

 

So endete auch die zweite Etappe bei gutem Wetter auf einem deutlich größeren Campingplatze in Horst. Statt wieder etwas bei einem Pizzadienst zu bestellen, konnten wir hier allerdings auf eine Grillstelle zurückgreifen. Das Grillen über offenem Feuer sorgte zwar für anfängliche Probleme, nicht zuletzt, weil nötiges Equipment zum Wenden fehlte, bescherte aber trotzdem letztendlich ein delikates Abendbrot, dem auch der Campingplatzbetreiber nicht widerstehen konnte.

 

Nach einer weiteren nächtlichen Tour um den Campingplatz ging es am nächsten Tag auf die letzte und kürzeste Etappe von Horst über die Tiedeneider durch die Treenemündung nach Friedrichstadt. Auch hier veränderte die Eider, die jetzt auch Salzwasser beinhaltete komplett ihr Erscheinungsbild. Zwi-schen zwei großen Deichen, vorbei an zahlreichen Schafen und Kühen, ging es durch die dritte und letzte Schleuse ins beschauliche Friedrichstadt. So kamen wir nun auf dem Wasserweg dort an, wo wir sonst zu Regatten mit dem Auto fahren. Durch den neu aufgestellten Negativrekord von knapp vier Stunden Fahrzeit für 15 km blieb uns ein Abstecher durch die Grachten der Stadt trotz zahlreicher Empfehlungen leider verwehrt.

 

Nach insgesamt drei Tagen und fast 100 zurückgelegten Kilometern konnten wir hier die Wanderfahrt beenden und ein positives Resümee ziehen. Denn die nächste Wanderfahrt ist schon wieder in der Planung.  Christoph M. Bubert (1. Oktober 2021)